Hakan Uendemir, B.Sc., J.D., LL.M. (Edinburgh)

Hakan Uendemir

Mr Uendemir specializes in Civil Law, Corporate Law and Public Law. He carries out efficiently all types of registrations in Austrian Public and Court Registers for our clients and is also a well renowned litigator in Austrian Civil and Corporate Law proceedings through all instances. Due to his profound background in business administration, he is the ideal legal adviser in court and out-of-court corporate matters.

He was a co-lecturer at the Austrian University of Applied Arts (Architecture) from 2014 until 2015 for Construction and related Regulatory Law. Furthermore, he worked on the update of the well-renowned Austrian handbook of the civil engineer law and contributed the chapter “The Civil Engineer in Public Law”. Mr Uendemir is fluent in German, English and Turkish.

Hakan Uendemir

Areas of expertise:

  • Civil Law and Civil Procedure
  • Corporate Law
  • Public Law
  • Real Estate

University of Vienna, Business Administration (B.Sc.)
University of Vienna, Vienna Law School (J.D.)
University of Edinburgh, (LL.M.)
Admitted to the Bar in Vienna, Austria

Liegt eine Parteienhäufung vor, so sind gemäß § 55 Abs 1 Z 2 JN mehrere in einer Klage geltend gemachte Ansprüche zusammenzurechnen, wenn sie von mehreren Parteien oder gegen mehrere Parteien erhoben werden, die Streitgenossen nach § 11 Z 1 ZPO sind. Das Gesetz verlangt somit im Bereich der Parteienhäufung das Vorliegen einer materiellen Streitgenossenschaftächster Suchbegriff entweder auf Klags- oder auf Beklagtenseite. Es muss somit entweder eine Rechtsgemeinschaft hinsichtlich des Streitgegenstands bestehen oder eine Parteienmehrheit, die aus demselben tatsächlichen Grund (allenfalls sogar solidarisch) berechtigt oder verpflichtet ist. Liegt hingegen – wie hier – lediglich eine formelle orheriger SuchbegriffStreitgenossenschaft nach § 11 Z 2 ZPO vor, kommt es selbst dann nicht zu einer Zusammenrechnung der Streitwerte, wenn die geltend gemachten Forderungen in einem tatsächlichen oder rechtlichen Zusammenhang stehen (vgl RIS-Justiz RS0053096 [T10]). Ist in einem Verfahren Anspruchs- und gleichzeitig Parteienhäufung gegeben, sind bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 55 Abs 1 Z 1 JN zwar die gehäuften Ansprüche der betreffenden Partei zusammenzurechnen, nicht jedoch diese Ansprüche mit jenen der übrigen formellen Streitgenossen (vgl Gitschthaler in Fasching/Konecny3 § 55 JN, Rz 23 und 23/1).